Wassertempel auf Bali

Wassertempel Tanah Lot auf Bali

Von Canggu war es mit dem Roller nicht weit bis zu einem Wassertempel. Also machten wir uns nach unserem Frühstück auf zum Tempel Tanah Lot. Es sollte meine erste Tempelbesichtigung werden und ich war schon voller Vorfreude. Der Weg dorthin war wirklich schön. Wieder überall Reisfelder und der Duft nach Essen, Räucherstäbchen und feuchter Erde. Am Ende des Textes findest du ein Video mit einem kleinen Zusammenschnitt unserer Fahrt zum Tempel und bewegten Bildern vom Wassertempel.

 

Ankunft am Wassertempel

Als wir ankamen mussten wir zunächst eine Eintrittskarte kaufen. Die Tempelanlage ist eine der größeren Sehenswürdigkeiten hier auf Bali, da darf man sich die Eintrittsgelder natürlich nicht entgehen lassen. Der Eintritt für Tanah Lot betrug pro Person 30.000 IDR, also nur etwas mehr als zwei Euro. Die Parkgebühr für einen Roller sollte eigentlich weitere 2.000 IDR kosten, aber wir wurden durchgewunken. Vom Parkplatz ging es zu Fuß weiter, bis wir das Meer sehen konnten. Wir kamen vorbei an vielen Verkaufsständen, die Souvenirs, Getränke und Obst anboten. Am Meer bot sich uns ein toller Ausblick auf einen kleineren Tempel auf einer Klippe, welche einen Torbogen bildete, durch den das Wasser strömte.

Tanah_Lot_Tempel_Wassertempel

Dieser Anblick gepaart mit dem Rauschen der Wellen war wirklich beeindruckend.

Die Wellen hier waren ziemlich beeindruckend. Die Gischt spritzte fast bis hinauf zum Tempel. Weiter am Meer entlang, durch eine Art Park, kamen wir zu einem weiteren kleinen Tempel auf einer Klippe. Von dort konnten wir schon den Tempel Tanah Lot sehen.

 

Tanah Lot Tempel

Wassertempel_Tanah_Lot_Tempel

Die Sonne geht hier direkt hinter dem Tempel unter. Leider werden dafür jede Menge Touristen mit Bussen hergebracht.

Der Tempel war komplett von Wasser umgeben, was wirklich beeindruckend war und den Namen „Wassertempel“ mehr als gerechtfertigte. Nur bei Ebbe ist es möglich über Felsen zum Tempel zu gelangen. Wir entdeckten einen noch besseren Punkt um Fotos vom Tanah Lot Tempel zu machen und folgten weiter dem Weg durch den Park, der uns zu einem Platz unterhalb eines größeren Gebäudes führte. Auf diesem Platz standen einige Händler mit Dingen wie „fliegende Schiffe“, Papiervögel und Haarspangen mit riesigen Blüten. Alles sehr bunt und schön anzusehen. Wir passierten den Platz und kamen zu dem Aussichtspunkt, den wir zuvor entdeckt hatten. Hier waren natürlich auch einige andere Touristen, die Fotos vom Tempel machten, aber da wir in der Nebensaison auf Bali sind, war es nicht zu voll.

 

 

Luwak Kaffee am Tanah Lot Tempel

Verkaufsstand_Tanah_Lot

Einer der vielen Stände auf dem Tempelgelände.

Wir machten viele Fotos und folgten weiter dem Weg, der uns etwas bergauf führte. Hier gab es weitere Verkaufsstände, die vor allem Bilder und Holzschnitzereien anboten. Alles wirklich wunderschön und keine nervigen, aufdringlichen Händler. Das kann ich nur immer wieder betonen. Ein Laden ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Hier wurde Luwak Kaffee angeboten und mindestens vier Luwaks liefen bzw. lagen im Laden frei herum.

Luwak_Tanah_Lot_Tempel

Süße Tiere mit einer undankbaren „Aufgabe“.

Wirklich süß diese „Kaffeekatzen“. Luwak Kaffee wird aus Kaffeebohnen gebrüht, die vorher von einem Luwak gegessen und wieder ausgeschieden wurden. Der Kaffee soll einen ganz besonders guten Geschmack haben. Schade, dass diese wundervollen Tiere inzwischen wegen dieses „Luxuskaffees“ so ausgebeutet werden. Sie werden oft unter sehr schlechten Bedingungen in Käfigen gehalten und werden nur mit Kaffeebohnen gefüttert. Solch eine einseite Ernährung ist für kein Lebewesen gesund. Daher kommt es für mich auch nicht infrage diesen Luwak Kaffee zu probieren. Ich finde es schrecklich auf Kosten eines Lebewesens zu genießen nur um einen vermeintlichen Trend mitzumachen.

 

Hitze und neue Pläne

Es war unglaublich heiß an diesem Tag, so dass wir uns langsam auf den Heimweg machten. Ich freute mich schon auf den Fahrtwind und die vielen Gerüche. Da wir auch ziemlich hungrig waren, fuhren wir direkt zu dem Warung vom Vortag. Es war dort zu lecker gewesen um ein anderes Restaurant zu testen. Nach dem Essen fuhren wir zu unserer Unterkunft um im Luftzug des Ventilators nach der nächsten Unterkunft zu schauen. Wir wurden nach einiger Zeit fündig und schickten eine Buchungsanfrage über Airbnb, die kurze Zeit später schon bestätigt wurde. Diesmal hatten wir direkt für sechs Nächte gebucht, denn wir wussten, dass wir länger in Ubud, unserem nächsten Ziel, bleiben wollten. Dirk hat im Internet noch einen Gutscheincode gefunden, so dass wir statt 96 Euro nur 86 Euro für diese sechs Nächte zahlten. Das Frühstück war wieder inklusive, wodurch wir auch wieder ein paar Euro weniger ausgeben mussten.

 

Moskito-Nacht

Moskito_Stiche

So sah ich leider nicht nur an den Beinen aus.

Da ich nach der ersten Nacht in Canggu recht viele Moskitostiche hatte und ich abends beim Lesen schon einige dieser fiesen Tierchen um mich herum hatte, beschloss ich mich mit Moskito-Spray einzusprühen. Ich hasse dieses Zeug, aber ich hatte wirklich schon genug Stiche und Schlaf würde mir sicher auch nicht schaden, wenn wir am nächsten Tag bis nach Ubud fahren wollten. Leider hält die Wirkung wohl nicht die ganze Nacht an, so dass ich am Nächsten Morgen trotzdem aussah wie ein Streuselkuchen. Was soll’s. Ich konnte jetzt eh nichts mehr daran ändern. Es blieb nur zu hoffen, dass in Ubud nicht so viele Moskitos sein würden.

 

Zusammenfassung

Der Tempel Tanah Lot war wirklich beeindruckend und es hat viel Spaß gemacht dort Zeit zu verbringen, den Wellen zu lauschen und Fotos zu machen. Der Eintrittspreis war mehr als in Ordnung. Wenn die Preise für Sehenswürdigkeiten weiterhin so niedrig sind, können wir uns eine Menge ansehen. Auf dem Gelände des Wassertempels ist mir jedoch auch bewusst geworden, wie sehr sich Bali durch den Tourismus verändert haben muss. Auf der einen Seite diese armen Luwaks, die ausgebeutet werden, auf der anderen Seite die Balinesen, die versuchen ein gutes Geschäft zu machen. Ich wünschte ich könnte den Tempel sehen, wie er vielleicht vor zehn oder zwanzig Jahren ausgesehen hat. Wenn wir reisen sollten wir uns darüber bewusst sein, dass wir mit unseren Handlungen oder auch Wünschen, die wir äußern, einen großen Einfluss auf die Kultur des jeweiligen Landes haben können.

Wie hat dir das Video gefallen? Willst du in Zukunft mehr Videos von meinen Abenteuern sehen? Sag mir in den Kommentaren deine Meinung dazu.

Zum Bericht über unsere Fahrt nach Canggu.

 

2 Comments

  1. Wow! Extravagantes Ausflugsziel, der Tempel sieht echt toll aus Silke :) Die Luwaks sehen ja mal total coll aus! Wirklich schrecklich, dass sie da so schlecht behandelt werden … absolute Sauerei. Macht mich echt traurig. Ich finde Videos übrigens immer toll :) LG Andi

    • Silke

      15. Juli 2016 at 16:42

      Hey Andi,
      der Ausflug war auch echt schön. Abgesehen von den Luwaks. Dort ging es ihnen glaube ich noch verhältnismäßig gut. An anderen Orten werden sie richtig gezüchtet und in kleinen Käfigen gehalten und nur mit Kaffeebohnen gefüttert. Es ist grausam, was den Tieren überall auf der Welt angetan wird.
      Danke, dass du deine Augen nicht vor diesen Dingen verschließt.
      Lieben Gruß, Silke
      PS: Vielleicht mache ich ja bald mal wieder ein Video…

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