Spartipps für mehr Abenteuer – Teil 6

Kaufe keine Getränke

Trinken ist unglaublich wichtig. Es wird hier also nicht darum gehen, nichts mehr zu trinken, damit du dein Sparschwein für das nächste Abenteuer füttern kannst. Durst ist nämlich kein normales Anzeichen deines Körpers, dass du etwas trinken solltest, sondern schon ein Warnsignal, das deinem Organismus Wasser fehlt. Dieses Signal solltest du nicht ignorieren, sondern darauf reagieren. Das geht natürlich günstig und gesund. Bei diesem Spartipp geht es nicht nur darum Geld zu sparen, sondern auch Zeit, Kraft und Platz. Du wirst viel über deine Gesundheit erfahren und ich werde ein paar Mythen aufklären, die dich bisher vielleicht davon abgehalten haben diesen Spartipp umzusetzen.

Spartipp

Spartipp#6

Ich bin keine Heilige

Heilig nicht, aber ich habe meine Fehler erkannt und daran gearbeitet. Vor ein paar Jahren war ich noch froh, wenn ich es geschafft habe 0,5 Liter am Tag zu trinken. Aber glaube nicht, dass das dann Wasser gewesen wäre. Dieses geschmacklose Zeug habe ich nicht angerührt. Wenn ich etwas getrunken habe, dann Cola, Eistee oder Energydrinks. Ich frage mich inzwischen, wie ich so leben konnte und wundere mich im Nachhinein absolut nicht, dass es mir damals ziemlich schlecht ging und ich nichts auf die Reihe gekriegt habe. Wenn du deinem Körper nur ein Minimum von dem gibst, was er zum Leben braucht (Wasser!), darfst du dich nicht wundern, wenn du schwach, lustlos und müde bist. Trinke immer und überall Wasser. Bei jeder Gelegenheit. Wenn ich das geschafft habe, dann schaffst du das auch.

 

Wie du sparen kannst obwohl du mehr trinkst

Beim Trinken kommt es mehr auf das „Was“ als auf das „Wie viel“ an. Das gilt nicht nur für dein Portemonnaie sondern auch für deine Gesundheit. Verbanne Cola, Eistee und Co aus deinem Leben! Klingt hart. Ich weiß. Aber diese Getränke bestehen zu großen Teilen aus Zucker und sind damit alles andere als gesund. Beim Weglassen von diesen Getränken hilft mir die Vorstellung, dass unser Körper zu etwa 60% aus Wasser besteht. Trinkst du Cola oder Energydrinks bestehst du irgendwann zu 60% aus klebriger Limonade. Das ist natürlich Quatsch, aber es veranschaulicht sehr schön, was du deinem Körper mit Limo antust. Aber jetzt zum Sparen. Vergleiche doch einmal die Preise von Cola, Eistee und Wasser. Ein eindeutiger Unterschied, oder? Wasser ist deutlich günstiger als alle anderen Getränke und bietet zudem den Vorteil, dass es keine Kalorien enthält. Du kannst so viel Wasser trinken wie du möchtest, ohne zuzunehmen. Versuche das einmal mit Cola …

 

Es gibt etwas Besseres als Wasser!

Wasserhahn_Leitungswasser

Wasser ist also günstiger und gesünder als alle anderen Getränke. Perfekt! Nicht ganz, denn es gibt noch eine günstigere und bessere Variante. Leitungswasser. Es kostet dich fast gar nichts. Es ist sogar so günstig, dass du darin badest und dein Geschirr damit spülst. Würdest du das auch mit Flaschenwasser machen? Wohl eher nicht. Wenn du deine tägliche Dusche um eine Minute verkürzt, verbrauchst du nicht einmal mehr Leitungswasser und hast somit keinerlei Kosten mehr für Getränke. Das sind am Tag vielleicht nur ein paar Cent, aber auf Dauer macht das wirklich etwas aus. Wenn du von Flaschenwasser auf Leitungswasser umsteigst, sparst du pro Monat etwa 7 Euro. Gelingt es dir von Limonade auf Leitungswasser umzusteigen, ist es sogar eine Ersparnis von 19 Euro im Monat. Du kannst im Jahr also zwischen 84 und 228 Euro sparen. Damit kannst du locker vier Nächte im Hostel übernachten oder sogar den Flug zum nächsten Abenteuer bezahlen. Es lohnt sich also! Auch bei diesem Spartipp empfehle ich dir, das monatlich gesparte Geld in eine Spardose oder auf ein Sparkonto zu tun. Sonst gibst du das Geld schnell ungewollt für etwas anderes aus.

 

Goodbye Rückenschmerzen!

Ein riesiger Vorteil ist auch, dass Leitungswasser fast überall verfügbar ist. Keine lästige Schlepperei von Getränkekästen und Sixpacks mehr, kein Sammeln von Pfandflaschen und Anstellen am Leergutautomaten. Einfach den Wasserhahn aufdrehen, Glas drunter halten und trinken. Die Pfandflaschen waren mir immer ein Dorn im Auge. Ich wusste in meiner Wohnung nie wohin damit und habe auch ständig vergessen sie zum nächsten Einkauf mitzunehmen. Das hat dann natürlich zu Pfandflaschenbergen geführt. Trotzdem finde ich es gut, dass man Pfand zahlen muss. So fliegen deutlich weniger Flaschen in der Natur rum. Ich kann damit trotzdem nichts mehr anfangen.

 

Ich habe etwas gegen Plastik

Mit Plastik habe ich ein riesen Problem. Es verrottet erst nach mehreren hundert Jahren und unsere Meere sind jetzt schon so voll von dem Zeug, dass es von Tieren für Plankton gehalten und gefressen wird. Entweder essen wir dann diese Tiere mit samt dem Plastik oder die Tierchen sterben, weil ihre Mägen voll von dem Zeug sind. Abgesehen von den Auswirkungen auf unsere Umwelt enthält Plastik Weichmacher, die zum Teil richtig übel sind. Manche sind wohl auch nicht ganz so schädlich, aber wirklich verlässliche Untersuchungsergebnisse gibt es noch nicht. Klar ist nur, dass zum Beispiel BPA einen Stoff enthält, der das weibliche Sexualhormon Östrogen nachahmt und zu Unfruchtbarkeit führen kann. Es gibt die Möglichkeit zumindest bei Getränken auf eine Plastikverpackung zu verzichten. Nutze sie. Deiner Umwelt und deiner Gesundheit zuliebe. Schaden wird es dir sicher nicht und du setzt dich nicht weiter dem Risiko aus, dass du von den Weichmachern krank wirst.

 

Dann kaufe ich eben Wasser in Glasflaschen

Das kannst du natürlich tun. So entgehst du dem Plastik, was auf jeden Fall gut ist. Dir bleiben aber die höheren Kosten und das Schleppen der Kisten. Glasflaschen sind wirklich schwer und daher leider auch nicht besser für die Umwelt. Sie sondern zwar keine giftigen Stoffe ab und landen auch nur selten in der Natur, aber die CO2-Emissionen sind wegen des höheren Transportgewichts und der schlechteren Stapelbarkeit sogar höher als bei Plastikflaschen. Man findet natürlich immer für alles ein Gegenargument, aber wieso überhaupt Wasser durch die Gegend fahren, wenn es zu Hause, im Büro und sowieso fast überall direkt aus der Leitung fließt?

 

Leitungswasser ist nicht so gut wie Flaschenwasser

Soulbottle_Leitungswasser

Das habe ich auch lange geglaubt. Wieso sollte man sonst extra Wasser in Flaschen füllen? Denk einmal wirtschaftlich. Geld lässt sich mit fast allem machen. Es gibt sogar Wasser, das pro Liter 6 Euro kostet! Mit der Begründung, dass es von den Fiji Inseln stammt und deshalb mehr Mineralien enthält. Mineralien nimmst du hauptsächlich über die Nahrung auf. Macht also wenig Sinn beim Wasser darauf zu achten. Ich habe mal ein wenig recherchiert und folgende Mythen hinterfragt:

  1. Leitungswasser enthält mehr Bakterien

    Leitungswasser wird mehrmals täglich auf Bakterien untersucht, Flaschenwasser nur beim Abfüllen.

  2. Im Leitungswasser sind mehr Schadstoffe

    Die Richtwerte für Leitungswasser sind strenger als für Flaschenwasser.

  3. Leitungswasser fließt durch Bleirohre

    Bleirohre sind in Deutschland fast ausgestorben. Außerdem bildet sich schon nach kurzer Zeit eine Kalkschicht, so dass das Wasser nicht mehr mit dem Blei in Berührung kommt.

  4. Leitungswasser schmeckt nicht

    Das ist meistens reine Kopfsache. Du kannst aber einen Aktivkohlefilter verwenden, wenn bei dir das Wasser tatsächlich komisch schmeckt.

  5. Leitungswasser sprudelt nicht

    Das stimmt. Wenn dich das stört, besorge dir einen Wassersprudler, dann sprudelt auch dein Leitungswasser. Das Geld hast du schnell wieder raus.

  6. Ich kann nicht so viel Wasser trinken

    Es ist erst einmal eine Umstellung, aber du schaffst das. Wenn dir Wasser zu langweilig ist, mach dir zwischendurch einen Tee (ohne Zucker) oder tue Zitrone oder Ingwer mit ins Wasser. Hilft auch das nicht, iss Schlangengurke. Darin ist viel Wasser enthalten.

 

Damit du mehr Spaß am Trinken hast, kannst du dir eine schöne Flasche besorgen, aus der du trinkst. Dann bist du auch für unterwegs gerüstet. Meine Trinkflasche (siehe oben) habe ich auf einer Konferenz gewonnen. Seit ich sie habe, fällt es mir leichter mehr zu trinken. Sie ist nicht ganz billig, aber bietet definitiv einige Vorteile gegenüber anderen Flaschen. Schau dich einfach einmal um. Du wirst sicher das passende Gefäß für dich finden.

 

Fazit

Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen nur noch Wasser zu trinken und auch auf Flaschenwasser zu verzichten. Am Ende musst du natürlich selbst entscheiden, was für dich Sinn macht. Ich trinke zwischendurch wirklich sehr gerne einmal ein Glas Limo oder Eistee. Genauso esse ich gerne gelegentlich ein Stück Schokolade. Ich mache diese Dinge jedoch nicht zu meinem Hauptnahrungsmittel, da sie nur in Maßen nicht gesundheitsschädlich sind. Mach dir einfach einmal ein paar Gedanken zu dem Thema. Du wirst sehen, dass es wirklich logisch ist, Leitungswasser zu trinken.

 

Sind Fragen offen geblieben? Stell sie in den Kommentaren!

 

PS: Die Angaben sind alle für Deutschland gültig. Wenn du verreist, solltest du dich über die Bestimmungen und die Wasserqualität des jeweiligen Landes genau informieren.

zum Spartipp #7
zum Spartipp #5

>>>Hier findest du eine Übersicht aller Spartipps<<<

10 Comments

  1. Ich hab eine Glasflasche, mit der ich mir morgens im Büro Leitungswasser abfülle, und gebe dann einen kleinen Schuss Saft dazu. Ganz und gar pur mag ich nicht so.

    • Silke

      20. März 2015 at 9:30

      Hi Wolf,
      das kann ich gut nachvollziehen. Ich habe mich auch sehr lange schwer damit getan pures Leitungswasser zu trinken. Inzwischen schmeckt es mir richtig gut. Ich glaube man braucht einfach eine gewisse Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Aber gegen einen kleinen Schuss Saft ist ja auch nichts einzuwenden.
      Lieben Gruß
      Silke

  2. Habe ich nach Hannes Jaennicke´s Buch letztes Jahr direkt umgesetzt. Nach ein paar Tagen blieb mir die Stimme weg und ich bekam Halsschmerzen. Irgendwann fiel mein Blick auf meine selbst mit Leitungswasser aufgefüllten Flaschen. Da wurde mir klar, woher ich die Probleme hatte. Ich wohne in einem mehr als 100 Jahre alten Haus und wenn ich ein paar Tage weg bin, kommt braunes Wasser aus den Leitungen… Diesen Herbst werde ich ausziehen…

    • Silke

      7. März 2015 at 10:28

      Hallo Dirk,
      das klingt ja nicht so schön. Ich hoffe, dass dich diese negative Erfahrung trotzdem nicht davon abhält auf Leitungswasser umzusteigen. Zumindest, wenn es nicht aus 100 Jahre alten Rohren fließt. Es macht auf jeden Fall Sinn das Wasser einen Moment laufen zu lassen, wenn du länger nicht zu Hause warst. Auch morgens, wenn das Wasser einige Stunden in den Leitungen stand, kann es sonst abgestanden schmecken.
      Lieben Gruß
      Silke

      • Scheinbar gibt es auch regionale Unterschiede oder Unterschiede im Rohrsystem. Meine Mutter aus Rheinland-Pfalz z.B. sagt sie hat bei ihr daheim immer noch durst wenn sie ihr Leitungswasser trinkt. Es löscht ihren durst also überhaupt nicht, weshalb sie Wasser kaufen muss. Das Wasser bei mir in Tirol wiederum löscht ihren Durst. Komisch. Wäre interessant zu wissen ob es am Wasser an sich oder an den Rohrleitungen etc liegt.

        • Silke

          9. März 2015 at 8:19

          Hallo Anne,
          das ist mal wirklich interessant. Ich versuche in den nächsten Tagen mal etwas darüber in Erfahrung zu bringen. Ich dachte Wasser würde immer den Durst stillen. Hat deine Mutter schon einmal einen Aktivkohlefilter oder ähnliches ausprobiert? Vielleicht ist irgendetwas im Wasser, das dafür sorgt, dass man weiterhin das Gefühl hat Durst zu haben?! Ich habe gerade absolut keine Idee, aber ich halte dich auf dem Laufenden.
          Lieben Gruß
          Silke

  3. Toller Artikel, Silke! Bei uns gibt es nur Leitungswasser, entweder pur oder gesprudelt. Vom Bier mal abgesehen. 😉
    Bevor wir uns den Wassersprudler gekauft haben gab es bei uns Plastikflaschenwasser. In Österreich gibt es kein Pfand für die Plastikflaschen, somit hatten wir immer enorm viel Plastikmüll. Das hat uns dann schlussendlich dazu bewegt den Sprudler zu kaufen, mit dem Ergebnis, dass wir viel weniger Müll produzieren. :-)
    Und natürlich auch Geld sparen. Die Gaskartuschenfüllung kostet uns weniger als das Wasser aus dem Supermarkt.

    Auf das Trinken achte ich generell schon lange, da ich schon früh die sehr schmerzhafte Erfahrung gemacht habe, was es heißt Nierensteine zu haben.

    Eistee kann man übrigens ganz leicht selbst machen und auch Limonade herstellen ist keine Wissenschaft.

    Und nun mein gerade aktueller Spartipp im Bezug auf das Trinken: Baby stillen! Muttermilch steht perfekt temperiert kostenlos zur Verfügung. Künstliche Säuglingsnahrung kostet hingegen wahnsinnig viel Geld, wie ich finde. Das spare ich mir lieber. :-)

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

    Anne

    • Silke

      9. März 2015 at 8:28

      Hallo Anne!
      Danke für das Teilen deiner Erfahrungen! Das Argument der Müllvermeidung ist in Österreich ja sogar noch stärker als in Deutschland. Ich habe früher wenigstens noch Geld für die Entsorgung bekommen, du musstest evtl. sogar mehr bezahlen, weil du eine größere Mülltonne brauchtest. Muttermilch fürs Baby finde ich eine tolle Ergänzung zu meinem Spartipp

  4. Super klasse Artikel, hoffentlich folgen ganz viele Menschen Deinem Spartipp! Für mich steht unter all den Argumenten die Vermeidung von Müll und unnötigen Transportwegen für etwas, das eigentlich überall verfügbar ist, an erster Stelle! Aber auch all die anderen Argumente sollten eigentlich jeden überzeugen, einfach Leitungswasser zu trinken!
    Ich konnte mich am Anfang übrigens auch nicht so schnell daran gewöhnen, aber der Tipp mit der passenden Flasche wirkt Wunder, das kann ich nur bestätigen! Ich habe eine gefunden, damit haut man einen halben Liter runter, ohne es zu merken 😀
    Echt super! Weiter so!!!

    Lieben Gruß von der Herman-Besatzung :)

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