Spartipps für mehr Abenteuer – Teil 5

Du hast alles was du brauchst

Ich gehe davon aus, dass sich Kleidung in deinem Schrank befindet, du Besteck und Geschirr besitzt und du zumindest eine Matratze mit Bettdecke zum Schlafen hast. Dann hast du alles was du brauchst und sehr wahrscheinlich noch viiiiiiiieeeeeel mehr. Super! Dann kannst du direkt mit deinem Konsumstreik loslegen!

Spartipp #5

Spartipp_5

Wie funktioniert ein Konsumstreik?

  1.  Bestimme einen Zeitpunkt, an dem du anfangen möchtest (am besten ein Monatsanfang).
  2. Wähle einen Zeitraum von mindestens einem Monat, besser aber länger.
  3. Kaufe nichts mehr! (außer Lebensmittel)

Regeln/ Tipps

  • Keine neuen Klamotten
  • Keine neuen Apps (inkl. In-App-Käufe), Spiele oder Programme
  • Keine neue Deko
  • Keinen neuen Bürobedarf
  • Gehe nicht ins Restaurant und bestelle kein Essen (siehe Spartipp #4)
  • Keine Kino- oder Theaterbesuche
  • Gehe nur an Orte, an denen du keinen Eintritt zahlen musst
  • Parke (wenn möglich) nur auf kostenlosen Parkplätzen, auch wenn das bedeutet, dass du ein paar Meter laufen musst

 

Kurz: Kaufe einfach gar nichts außer Lebensmittel und gib kein Geld für Dinge aus, die du kostenlos bekommen kannst.
Ein Monatsanfang ist ein guter Starttermin für den Konsumstreik, da du dort wahrscheinlich Geld bekommst. Schreibe auf, wie viel du bekommen hast und schau am Ende des Monats, wieviel noch übrig ist. Dieses Geld kannst du dann für deine zukünftigen Abenteuer zurücklegen. Dieses Vorgehen würde ich dir auch empfehlen, wenn du gerade keinen Konsumstreik machst. So kommst du nicht in Versuchung das gesparte Geld im nächsten Monat auszugeben. Ein gut gefülltes Konto verleitet leider gerne dazu sich doch einmal das ein oder andere Teil mehr zu „gönnen“. Ich kenne das nur zu gut. Ich neige dazu, mich für meinen Sparerfolg belohnen zu wollen. Aber dann war alles umsonst und du musst von vorne anfangen für dein Abenteuer zu sparen. Leg das Geld also lieber gleich zurück oder zahle es auf ein Sparkonto ein.

So viel kaufe ich gar nicht

Du glaubst, dass du gar nicht so viel kaufst und sich ein Konsumstreik für dich nicht lohnt? Meiner Erfahrung nach täuschst du dich. Schnell landet im Supermarkt etwas aus der non-food Abteilung im Einkaufswagen oder in der Stadt wimmelt es nur so von Rabatt-Aktionen und Artikeln, die du schon fast geschenkt bekommst. Aber eben nur fast. Jeder Euro zählt, wenn du für ein tolles Abenteuer sparst. Ganz egal wie klein die Beträge auch sind, sie bringen dich deinem Ziel näher. Letzen Sommer war ich zum Teil 2 Mal pro Woche mit Freunden in der Eisdiele. Das Wetter war zu schön um kein Eis zu essen. Anstatt nach Lust und Laune zwei bis drei Kugeln zu bestellen, wie es meine Freunde gemacht haben, habe ich jedes Mal nur eine Kugel genommen. Ich habe zwar nicht komplett auf das Eis verzichtet, was natürlich noch effektiver gewesen wäre, aber ich habe meine Ausgaben mindestens halbiert. Durch diese kleine Aktion habe ich etwa 6 bis 10 Euro im Monat gespart, ohne mich auszugrenzen oder auf etwas zu verzichten. Probier es aus. Du hast nichts zu verlieren.

Was bringt mir ein Konsumstreik?

Affe_Konsumstreik

Neben dem Spareffekt sorgt ein Konsumstreik auch dafür, dass du dir mehr Gedanken über dein Konsumverhalten machst. Du nimmst bewusster wahr, wann und wodurch du zum Kaufen animiert wirst. Du wirst feststellen, dass du viele Käufe nur aus emotionalen Gründen tätigst. Zum Beispiel weil dir das Plüschtier ein Lächeln auf dein Gesicht zaubert oder das Kissen so wahnsinnig weich und flauschig ist, dass du es nicht mehr loslassen möchtest. Das Äffchen auf dem Foto hat bei mir gleich beide Reaktionen ausgelöst … da bin ich schwach geworden. Das kann passieren, aber während deines Konsumstreiks solltest du dir immer wieder bewusst machen, dass du dich gerade im Streik befindest. So kannst du solch emotionale Käufe vermeiden und lernst auch in Zukunft nicht mehr auf die großen Augen und das weiche Fell eines Plüschäffchens hereinzufallen. Wenn du bewusster konsumierst, müllst du zudem deine Wohnung nicht mit Dingen zu, die du gar nicht brauchst. Du brauchst somit weniger Platz und kannst besser Ordnung halten. Wie ein Konsumstreik dich sonst noch beeinflussen kann, kannst du auch bei Adios-Angst lesen. Mischa hat einen Selbstversuch gestartet und berichtet über seine Erfahrungen und auch darüber, wie er auf die Idee kam.

Spaß am Streiken

Ein Konsumstreik hat einen direkten finanziellen Nutzen für dich und auch die Umwelt wird es dir danken, dass du dir nicht so viel Kram kaufst, der dann eh nur wieder im Müll landet, weil du ihn überhaupt nicht brauchst. Deinem Gewissen schmeichelst du mit dieser Aktion so natürlich auch. Der große Verlierer des Konsumstreiks ist ganz klar die Wirtschaft. Aber keine Sorge … es gibt genug Menschen, die nicht bereit sind ihr Konsumverhalten zu ändern. Schön, dass du nicht dazu gehörst. Wenn dir dein Sparziel wirklich am Herzen liegt, wird dir dieser Konsumstreik richtig Spaß machen und dich dazu motivieren gar kein unnützes Zeug mehr zu kaufen. Wer weiß, vielleicht verlängerst du deinen Konsumstreik auf unbestimmte Zeit und kannst deine Abenteuer schon früher als geplant erleben.

Machst du mit beim Konsumstreik?
Ich freue mich über deinen Erfahrungsbericht in den Kommentaren.
zum Spartipp #6
zum Spartipp #4

4 Comments

  1. Ich hab im Januar mal „gestreikt“ – und es wirkt immernoch nach. Noch immer sind die Läden voll Zeugs, was ich nicht brauche 😉
    Wenn man vier Wochen lang hinterfragt, was man wirklich braucht, wirds irgendwann automatisch. Klar kauft man hinterher wieder was, aber es wird mehr überprüft.

    • Silke

      17. April 2015 at 13:01

      Hallo Wolf,
      so ging es mir auch. Ich habe gestern seit laaaaaanger Zeit mal wieder etwas gekauft, das nicht essbar ist oder für hygienische Verhältnisse sorgt 😉 Was genau das war, kannst du im nächsten Artikel lesen.
      Viel Erfolg weiterhin dabei, bewusst zu konsumieren!
      Lieben Gruß
      Silke

  2. Hi Silke,

    hast du schön zusammengefasst und kann ich alles nur so bestätigen.

    Bei mir geht es nur nicht ganz ohne Restaurant/Kneipe, weil ich an manchen Tagen einfach von daheim raus muss und mich mit Menschen in ungezwungener Atmosphäre treffen will. Das ist mir die paar Euro wert.

    Alles andere funktioniert echt gut und es ist spannend zu sehen, dass ich 500 bis 1000 Euro pro Monat weniger ausgebe als zu Angestelltenzeiten.

    Liebe Grüße

    Mischa

    • Silke

      1. März 2015 at 19:07

      Hi Mischa,
      so ein Konsumstreik regt einfach zum Umdenken an. Danke, dass du in deinem Kommentar auch konkrete Zahlen nennst. Das spornt sicher so manchen noch einmal extra an! Gegen gelegentliche Kneipen- und Restaurantbesuche habe ich außerhalb des Konsumstreiks nichts einzuwenden. Ich finde nur, dass das etwas besonderes bleiben sollte, da es tolle Alternativen gibt, die nicht so viel Geld kosten.
      Lieben Gruß
      Silke

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