Blogreihe Nachhaltigkeit Teil 2

Deo selber machen aus nur drei Zutaten

Wie schon in Teil 1 der Blogreihe Nachhaltigkeit angekündigt, habe ich ein Deo selber gemacht. Ich habe mich für ein möglichst einfachen Rezept entscheiden, da ich nicht vor habe in Zukunft stundenlang in der Küche zu stehen, um verschiedene Produkte herzustellen. Nachhaltigkeit ist mir wichtig, aber ich möchte dafür nicht meine, durch den Minimalismus gewonnene, Freiheit einbüßen. Wenn wir mit unserem Wohnmobil unterwegs sind, brauche ich zudem Rezepte mit wenigen, vielfältig einsetzbaren Zutaten, da der Platz doch sehr begrenzt ist. Vor allem der Platz im Kühlschrank.

 

Das brauchst du zum Deo selber machen

Zutaten_Deo

Zunächst musst du dir folgende Dinge besorgen:

50g Natron

70g Maisstärke

70g Kokosöl (zum Beispiel von Rapunzel)

Ein oder zwei kleine Gefäße (für das fertige Deo)

 

Natron (zum Beispiel Kaiser-Natron) und Maisstärke solltest du in einem normalen Supermarkt finden. Wenn du nicht nur aus Spaß dein Deo selber machen möchtest, sondern Wert auf Nachhaltigkeit legst, solltest du nicht den gleichen Fehler machen wie ich und bei der Maisstärke zur Discounter Eigenmarke greifen. Investiere ruhig ein paar Cent mehr, damit alle Zutaten nachhaltig sind. Meine Maisstärke brauche ich natürlich auf, aber beim nächsten Einkauf wird sie von einer anderen Firma sein.

Bei dem Kokosöl war ich schlauer und habe nicht den Fettblock aus der Kühltheke im Supermarkt gekauft, sondern ein Glas im Reformhaus. Wenn du kein Reformhaus in deiner Nähe hast, kannst du das Kokosöl, das ich verwendet habe, auch im Internet bestellen.

Als Gefäß für das fertige Deo habe ich Mini-Einmachgläser verwendet, die ich noch zu Hause hatte. Du kannst aber eigentlich jedes Gefäß nehmen, das du gerade parat hast. Alte Cremedöschen, kleine, leere Marmeladengläschen … Verwende am besten etwas, das sonst im Müll landen würde, dann freut sich die Umwelt. Bedenke bei deiner Auswahl aber, dass es sich um eine Deo-Creme handelt. Du solltest also problemlos alle Ecken des Gefäßes mit dem Finger oder einem Spatel erreichen können, damit nichts verschwendet wird.

Neben den drei Zutaten und dem Gefäß solltest du außerdem noch einen Schneebesen, ein größeres Gefäß, heißes Wasser und eine kleine Schale (in die alle Zutaten passen), zur Hand haben.

 

So kannst du dein Deo selber machen

Kokosoel_schmelzen

Fülle zunächst etwas heißes Wasser in das größere Gefäß und stelle die kleine Schale in das Wasser. In die Schale gibst du nun die benötigte Menge Kokosöl.

 

Kokosoel_schmilzt

Warte, bis das Kokosöl komplett flüssig ist. Das dauert zwei bis drei Minuten.

 

Natron_einruehren

Jetzt kannst du das Natron mit einem Schneebesen einrühren, bis du keine Klümpchen mehr siehst.

 

Maisstaerke_einruehren

Rühre jetzt auch die Maisstärke unter. Hier bilden sich etwas mehr Klümpchen als beim Natron, aber wenn du fließig rührst, löst sich alles auf und …

Maisstaerke_glatt

… wird zu einer schönen, glatten Masse.

 

Deo_selber_machen

Jetzt kannst du dein selbstgemachtes Deo in ein Gefäß abfüllen und im Kühlschrank aushärten lassen.

 

Fazit

Deo selber machen ist wirklich total einfach und schnell gemacht. Ich hätte gedacht, dass die Masse wegen der Maisstärke mehr verklumpt. Vielleicht war es gut, dass ich die Schale beim Einrühren der Zutaten im heißen Wasserbad habe stehen lassen. So konnte das Kokosöl nicht wieder fest werden. Ich habe das selbstgemachte Deo natürlich auch schon getestet und bin total begeistert. Es riecht angenehm nach Kokos, aber das nimmt man nur richtig wahr, wenn man mal an sich schnuppert. Das Deo hat also keinen aufdringlichen Eigengeruch. Das ist vor allem schön, wenn du mal ein Parfum verwenden möchtest. Die Wirkung habe ich mit meinem normalen Deo Spray verglichen (links selbstgemachte Deo, recht das gekaufte Deo Spray) und bin verblüfft, wie gut das selbstgemachte Deo wirkt. Ich hätte es nicht gedacht, aber es hält sogar länger als das Deo Spray. Wenn du noch nie Deo-Creme verwendet hast, ist es anfangs wahrscheinlich etwas ungewohnt, aber das geht vorbei. Wenn nicht, gibt es auch Rezepte für Deo-Sticks, also festeres Deo. Dafür werden aber mehr Zutaten benötigt und ich finde die Herstellung auch etwas aufwendiger als bei dem Rezept, das ich dir hier gezeigt habe. Gefunden habe ich diese tolle Mixtur übrigens bei frag-mutti.de. Ich freue mich, jetzt ein nachhaltiges Deo ohne Aluminium benutzen zu können.

Momentan bin ich noch auf der Suche nach einem einfachen, nachhaltigen Rezept für Spülmittel. Meins ist bald leer und dann würde ich gerne auf selbstgemachtes Spülmittel umsteigen. Ich möchte allerdings nicht mit Schutzbrille (wegen der Lauge) in der Küche stehen, daher werde ich noch etwas weitersuchen. Da ich nächste Woche in Berlin bin, werde ich mal schauen, was ich dort alles zum Thema Nachhaltigkeit finde. Ich habe schon ein paar Ideen, wo ich gerne hin möchte. Du darfst dich also überraschen lassen, ob du nächsten Freitag einen Nachhaltigkeitsbericht aus Berlin oder ein Rezept für nachhaltiges Spülmittel hier findest.

Wirst du das Deo Rezept selber ausprobieren? Hast du noch Fragen? Ich freue mich über Kommentare.

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zu Nachhaltigkeit Teil 1

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Hinweis

5 Comments

  1. Hallo Silke,
    ich mache mein Deo auch schon länger selbst, allerdings verwende ich nur Kokosöl und Haushaltsnatron. Warum gibst Du die Maisstärke dazu? Ab und an mische ich gerne ein Duftöl darunter, zur Zeit ist es Bambus 😉
    Lg, andrea

    • Silke

      19. September 2015 at 21:01

      Hallo Andrea,
      die Maisstärke soll dafür sorgen, dass das Deo etwas fester wird, damit man es besser verteilen kann. Ist dein Deo nicht unglaublich flüssig? Welches Mischungsverhältnis haben die Zutaten bei dir?
      Super, dass inzwischen so viele ihre eigene Kosmetik etc. herstellen. Vielleicht komme ich in den nächsten Wochen auch mal wieder dazu etwas selbst zu machen.
      Liebe Grüße
      Silke

      • Hallo Silke,
        nein mein Deo ist nicht flüssig, ich nehme halt mehr Natron dazu. Das genaue Mischungsverhältnis kann ich jetzt nicht sagen, ich muss da mal beim nächsten Mischen aufpassen. Aber ich merke dann natürlich ganz leicht die „Körnchen“ vom Natron beim Auftragen, aber das stört mich jetzt nicht.
        Ich finde Deinen Blog super, und hoffe bald wieder Neues von Dir zu lesen!
        Lg, Andrea

  2. Hallo Silke,
    Ich habe die Deocreme nun auch hergestellt und werde sie die nächsten Tage testen. Bis jetzt bin ich begeistert.
    Danke für das Rezept und die Aneitung. Super einfach und schnell herzustellen.
    Liebe Grüße,
    Anne

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