Unsere Fahrt mit dem Camper nach Spanien

Spanien mit unserem Camper Mucki

Im Juli ging es wieder mit dem Camper nach Spanien. Das dritte Mal Spanien, seit wir unsere Zelte in Bayern abgerissen haben. Von der ersten Reise mit unserem Wohnmobil Charly, habe ich ja schon ein wenig berichtet und auch bei unserem letzten Aufenthalt bei El Camino Verde gab es ein wenig Lesestoff für dich. Diesmal sah das irgendwie anders aus. Aus verschiedenen Gründen. Aber lies selbst. Diesmal sind wir mit Mucki, einem alten, umgebauten Renault Trafic 1400 unterwegs. Im Gegensatz zu Charly bietet Mucki nicht ganz so viel Komfort, aber mehr als genug, um sich wohlzufühlen. Dennoch fehlen noch ein paar Details, die vor allem das Arbeiten erleichtern würden. So zum Beispiel eine Solaranlage. Auch die fehlende spanische SIM-Karte hat dafür gesorgt, dass Minimalisch auf der Hinreise ziemlich vernachlässigt wurde.

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Abendessen auf einem kostenlosen Stellplatz in Frankreich.

Deshalb haben wir auch zugesehen, dass wir schnell in Spanien ankommen. Nach einem kurzen Treffen mit Sabine und Michael von Herman unterwegs sind wir von Bitburg durch Luxemburg nach Frankreich und dann auf schnellstem (mautfreiem) Weg durch Frankreich und Spanien bis zur Finca Vegana im schönen Andalusien.

PS: Von einem weiteren Treffen mit „den Hermans“ hier in Spanien gibt es sogar ein paar Ausschnitte in einem ihrer V-logs.

Mit Hindernissen mit dem Camper nach Spanien

Nachdem wir in Deutschland schon vor der Abreise mit einer korrodierenden Batterie und einem undichten Schlauch der Dieselpumpe zu kämpfen hatten, hatte ich eigentlich keine weiteren Probleme erwartet. Ich bin eben optimistisch. Bis zum letzten Anreisetag lief Mucki auch wie geschmiert. Die letzten paar hundert Kilometer sollten dann aber doch noch einmal spannend werden. Die Warnleuchte für die Batterie ging an. Das kannten wir ja schon. Wahrscheinlich war wieder der Anschluss korrodiert. Wir wollten eh noch tanken, also fuhren wir beim nächsten Schild mit der Aufschrift „via de servicio“ raus, tankten und reinigten den Pol mit einer Drahtbürste. Mucki lief wieder. Perfekt! Nach ein paar Kilometern kam ein Tunnel und wir stellten fest, dass wir weder Licht, noch Blinker hatten. Gut, dass der Tunnel nicht so lang war und wir mit Mucki nur schwer übersehen werden konnten. Trotzdem blöd.

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Zwangspause für unseren Mucki.

Erneuter Stopp

Wir fuhren also abermals an einer Tankstelle rechts ran, um zu gucken, wo es denn zwickt, gingen aber weiter davon aus, dass die Hauptbatterie das Problem ist, da wir damit ja schon vor der Abreise beschäftigt, aber zu geizig für eine neue Batterie gewesen waren. Der Pol wurde erneut gesäubert, schließlich hatte das beim ersten Versuch auch geholfen. Leider machte Mucki nicht mal einen Mucks. Da wir ja eine Zweitbatterie für Strom im Camper haben, gaben wir uns selbst Starthilfe und fuhren erst einmal weiter.

Lämpchen sind zum Leuchten da

Kaum überraschend fing die Warnlampe wieder an zu leuchten. Wir hielten wieder an und tauschten nun die Hauptbatterie mit der Zweitbatterie. Das dauerte ein Weilchen, brachte aber den gewünschten Erfolg, dass Mucki wieder fuhr und wir auch Licht und Blinker nutzen konnten. Die Lampe leuchtete jedoch noch immer. Na ja… dafür sind Lämpchen ja schließlich auch da, oder?

Ankunft an der Finca

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Im Hintergrund siehst du das „verhängnisvolle“ Tor der Finca.

Die letzten Kilometer waren irgendwie nervenaufreibend, aber meine positive Energie reichte noch aus, um nicht völlig zu verzweifeln, bis wir an der Finca ankamen. Wir parkten Mucki vor dem Torbogen, hupten vor Freude und begrüßten erst mal alle Zwei- und Vierbeiner. Nach ein paar Minuten wollten wir dann Mucki auf seinen Stellplatz für die nächsten Wochen oder Monate fahren, doch Mucki machte wieder mal keinen Mucks. Die letzten Meter ins Ziel mussten wir Mucki schieben. Welch ein trauriges Bild.

Nicht bloß eine kaputte Batterie

Nach ein paar „Untersuchungen“ war klar, dass es nicht an der Batterie lag und ein paar Tage später war auch klar, dass alle Anschlüsse ok waren. Die bittere Erkenntnis war: unsere Lichtmaschine war defekt. Blöd gelaufen. Nur gut, dass wir in nächster Zeit nicht auf Mucki angewiesen waren, denn die Reparatur sollte dann doch etwas mehr als eine Packung Pflaster kosten. Glücklicherweise haben wir eine Werkstatt gefunden, die eine gebrauchte Lichtmaschine für unseren Mucki besorgen und einbauen konnte.

Ein Teil des Ganzen

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Relaxen am Pool mit Chico, dem Campo-Hund.

Da wir erst noch auf die Reparatur sparen wollten, investierten wir viel Zeit in die Arbeit auf der Finca. Statt an unseren freien Tagen Ausflüge zu machen, arbeiteten wir auch an diesen Tagen im Garten und in den Häusern. Nicht, weil das von uns in irgendeiner Form erwartet wurde, sondern weil wir Spaß daran hatten und es ein tolles Gefühl war zu sehen, wie die Finca von Tag zu Tag immer schöner wurde. Wir wurden ein Teil des Ganzen.

Auszeit von meinen Projekten

Durch die spannende Arbeit verging nicht nur die Zeit wie im Flug, sondern auch meine eigenen Projekte (wie Minimalisch) gerieten ein wenig in Vergessenheit. Nicht zuletzt auch, weil es hier anfangs enorme Probleme mit dem Internet gab. Ohne Ausflüge hatte ich nicht viel zu berichten und ohne Internet hätte ich nichts veröffentlichen können. Ich muss aber auch gestehen, dass mir häufig die Energie fehlte und oft auch die Lust. Minimalisch gibt es jetzt schon seit fast zwei Jahren. Noch nie habe ich so lange keinen Bericht geschrieben, wie in meiner Zeit hier auf der Finca. Aber es tat mir gut und ich glaube, dass es für irgendetwas gut war.

Back on the road

mit_dem_camper_in_spanien_unterwegs

Bewaffnet mit Keksen, guter Laune und tollem Ausblick ging es nach Tarifa.

Mucki wurde inzwischen repariert und fährt wieder wie eine Eins. Wir waren sogar schon für zehn Tage in Tarifa, um dort ein paar Digitale Nomaden zu treffen und ein paar Tage am Meer zu verbringen. Eine Wanderung auf zwei Gipfel in der Nähe der Finca und einen Ausflug zu einem der sogenannten weißen Dörfer haben wir auch schon gemacht (Fotos zu den Ausflügen findest du auf Instagram). Es tut gut wieder mobil zu sein und nach der Wanderung wurden wir mit einer super Internetverbindung überrascht. Ein paar neuen Abenteuern und Berichten darüber steht also nichts mehr im Weg!

Mit welchen Pannen hattest du unterwegs schon zu kämpfen?

 

 

7 Comments

  1. Wie schön über eure Erfahrungen zu lesen :) Ich will demnächst durch Italien mit dem Motorrad. Beginnen soll die Motorradtour Dolomiten, macht auch Sinn, wenn man aus DE kommt und vielleicht folge ich dann eurer Spur nach Spanien. Viele fragen mich, wie ich das bloß mache, allein und dann mit dem Motorrad. Ich brauche Abenteuer und diese Freiheit. Ich denke, ihr wisst, wovon ich spreche 😀

    • Silke

      18. Juni 2017 at 12:29

      Hi Liss,
      mit dem Motorrad ist das natürlich noch einmal eine ganz andere Nummer! Sehr cool! Du wirst sicher viele tolle Abenteuer erleben und eine Menge netter Menschen kennenlernen. Ich wünsche dir auf jeden Fall mega viel Spaß!
      Auf die Freiheit 😉
      Lieben Gruß, Silke

  2. Wirklich tolle Seite, die zum Sparen und Minimalismus anregen kann. Ich selber reise auch sehr gerne, vor allem Süden und speziell Mallorca. Ich wünsche Euch noch viele aufregende und spannende Urlaubswochen! LG Christine

  3. Hey hey ihr 2!
    Das mit dem sich nicht aufraffen können, voll und ganz im jetzt und hier sein wollen und das mit den internetschwierigkeiten kenne ich!
    :-) aber wir sind ja nicht in Ketten und schon groß!
    :-)
    Was sind die nächsten Pläne?
    Welche stecke habt ihr durch Frankreich genommen? Hadere noch bei der Planung!
    Liebe Grüße von Maui!
    Jenni

    • Silke

      9. Dezember 2016 at 17:42

      Hi Jenni,
      schön (oder auch nicht), dass ich mit meinen Problemchen nicht alleine bin 😉
      Wirkliche Pläne haben wir noch nicht, was nach unserer Zeit auf der Finca passieren soll. Wir wollen auf jeden Fall noch mehr von Spanien sehen und dann irgendwann um Ostern rum wieder in Deutschland sein. Ideen für den Sommer haben wir natürlich auch schon, aber welche wird noch nicht verraten.
      In Frankreich sind wir komplett über gratis-Autobahnen oder über Land gefahren. Vorher ging es noch durch Luxemburg, weil dort der Sprit günstiger ist und es eh fast auf dem Weg liegt. Über Nancy ging es dann entlang Chaumont, Auxerre, Vierzon, Limoges, Bordeaux und Bayonne. Zumindest soweit wir das noch rekonstruiert kriegen 😉
      Ich hoffe das hilf dir etwas.
      Wann kommst du denn nach Spanien??? *neugierig*
      Viel Spaß noch auf Maui!!!
      Lieben Gruß,
      Silke

      • Aloha Silke,
        Also in einer Woche fliegen wir zurück und verbringen Weihnachten in Ostfriesland, Silvester dann schon in the Road in Amsterdam und dann geht’s ganz schnell Richtung Tarifa!dann immer entlang der Küste bis hoch nach Porto!dafür nehmen wir uns etwa 3 Monate Zeit!
        Liebe Grüße

        • Silke

          17. Dezember 2016 at 12:14

          Hey Jenni!
          Das klingt hervorragend! 😀
          Tarifa ist ein super Zwischenziel. Ihr werdet es lieben!
          Ab Januar sind wir ja auch wieder unterwegs. Vielleicht schaffen wir es ja uns irgendwo unterwegs zu treffen.
          Wenn du noch irgendwelche Infos brauchst, melde dich gerne.
          Lieben Gruß,
          Silke

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