Gute Vorsätze für eine bessere Welt

Noch ein Artikel mit guten Vorsätzen …

Keine Panik. Dieser Artikel enthält keine guten Vorsätze wie „mit dem Rauchen aufhören“ oder „im Fitnessstudio anmelden“, auch wenn dagegen prinzipiell nichts einzuwenden ist.

Bislang habe ich mir nicht viel aus guten Vorsätzen für das kommende Jahr gemacht. Silvester hatte nie eine große Bedeutung für mich. Dieses Jahr möchte ich allerdings ein paar Pläne schmieden, die ich nächstes Jahr in die Tat umsetzen möchte. Ich möchte einige Dinge ändern. In meinem Leben und auf unserer Welt. Nicht wegen des Jahreswechsels, aber du kannst dir den Zeitpunkt einfach besser merken und am Ende des Jahres schauen welche guten Vorsätze du umgesetzt hast. Ich werde dir ein paar Vorschläge machen, auf deren Umsetzung du am Ende des Jahres richtig stolz sein kannst und es gibt auch Tipps, wie du es schaffen kannst, die Vorsätze umzusetzen, statt sie schon nach kurzer Zeit wieder aus den Augen zu verlieren. Einige dieser Tipps findest du in verlinkten Artikeln.

Ich finde, dass wir mit den guten Vorsätzen noch in diesem Jahr anfangen sollten. Ein erster Schritt wäre es, auf den Kauf und das Entzünden von Feuerwerk zu verzichten. In meinen Augen kannst du ebenso gut direkt dein Geld verbrennen. Klar, Raketen am Himmel sind hübsch anzusehen, aber dafür musst du sie nicht selbst entzünden. In deiner Nachbarschaft wird es genug Menschen geben, die ein privates Feuerwerk veranstalten. Schnapp dir ein Glas Sekt und genieße das Lichter- und Farbenspiel am Himmel ohne dir die Finger selbst schmutzig machen zu müssen. Das spart Zeit und Geld und du bist nicht dafür verantwortlich, dass noch mehr Feuerwerks-Müll in der Natur landet. Auch die Flüchtlingskinder, die mit diesem Krach schlimme Erinnerungen verbinden, und all die Tiere, die überhaupt nicht wissen, was los ist, werden es dir danken. Ein guter Start ins neue Jahr, wie ich finde.

 

Ideen für deine guten Vorsätze

 

Sparsamkeit

1. Übe dich in Sparsamkeit.

Jedes Jahr werden Unmengen an Geld für Dinge ausgegeben, die eigentlich niemand braucht. Setze einen Schlussstrich unter diesen Konsumwahn und achte wieder mehr auf dein Geld. Bei der Umsetzung dieses Vorsatzes können dir meine Spartipps helfen und das Buch, das ich gerade schreibe. (Um den Erscheinungstermin nicht zu verpassen, melde dich rechts in der Sidebar für den Newsletter an.)

 

Nachhaltigkeit

2. Bringe etwas mehr Nachhaltigkeit in dein Leben.

Plastik über Plastik stapelt sich in den Schränken. Das hat enorme Folgen für unsere Umwelt, wie viele andere Dinge auch. Wenn du in Zukunft etwas kaufst, überlege gut, welche Auswirkungen das Produkt auf unsere Umwelt und vielleicht sogar auf deine eigene Gesundheit hat. Damit habe ich 2015 begonnen. Wie meine ersten Schritte aussahen, kannst du in der Blogreihe Nachhaltigkeit nachlesen. Mein größter Schritt war wohl, dass ich inzwischen komplett auf Fleisch und Fisch verzichte und auch nur noch wenige andere tierische Erzeugnisse verzehre. Darüber habe ich nie etwas geschrieben, obwohl ich das sehr wichtig finde. Ich finde allerdings auch, dass jeder selbst entscheiden muss, was er essen möchte. Ein tolles Buch zum Thema „vegan“, welches mit ein paar Vorurteilen aufräumt und mich oft zum Schmunzeln gebracht hat, ist das vor kurzem erschienene Interview-Buch „Trotzdem Vegan“*. Egal ob du dich für vegane Ernährung interessierst, du super skeptisch bist oder du deine veganen Mitmenschen verstehen lernen möchtest, dieses Buch lohnt sich auf jeden Fall.

 

Weiterbildung

3. Bilde dich weiter.

Deine eigene Meinung sollte kein Spiegel dessen sein, was du in den gewöhnlichen Nachrichten im Fernsehen siehst. Schalte dein Gehirn ein, denke selber, hinterfrage und beziehe deine Informationen aus verschiedenen Quellen. Schau dir auch Filme wie Cowspiracy oder Plastic Planet an und fange an, deine Lebensweise zu hinterfragen und die Dinge umzusetzen, die du für richtig hältst. Niemand verlangt von dir, dass du dein komplettes Leben veränderst, aber ein paar Schritte in die richtige Richtung können dir und unserer Umwelt nicht schaden. Eine schöne Liste mit kritischen Filmen findest du auf journeytoreallife.ch Viele der Filme stehen schon auf meiner „must watch“-Liste für das nächste Jahr.

 

Konsumverzicht

4. Reduziere deinen Konsum.

Auch bei diesem Vorsatz ist es wieder sehr wichtig, dass du Dinge hinterfragst. Hier ein paar Fragen, die dir beim Reduzieren deines Konsums helfen werden:

Brauche ich das wirklich?

Bist du bisher ohne diesen Gegenstand ausgekommen?

Wurde der Gegenstand nachhaltig produziert?

Macht er dein Leben leichter oder schöner?

Wirst du den Gegenstand regelmäßig benutzen? Für wie lange?

Besitzt du schon etwas Ähnliches?

Kannst du dir diesen Gegenstand auch zwischendurch leihen?

Hast du genug Geld dafür?

 

Minimalisieren

5. Trenne dich von überflüssigem Besitz.

In jedem Haushalt existieren Dinge, die nicht verwendet werden. Sie verstauben in irgendeiner Ecke, obwohl vielleicht zwei Straßen weiter jemand diesen Gegenstand gebrauchen könnte. Der kauft sich den Gegenstand dann wiederum neu, wodurch erneut Ressourcen ver(sch)wendet werden müssen. Trennst du dich jedoch von überflüssigem Besitz, sobald du ihn nicht mehr brauchst, hat dein Nachbar die Chance deinen gebrauchten Gegenstand zu kaufen. So werden Geld und Ressourcen gespart und du kannst deine Haushaltskasse aufbessern. Außerdem ist es unglaublich befreiend sich endlich von all dem Ramsch zu trennen. Du merkst vielleicht gar nicht, dass dich dein Besitz belastet, aber wenn der ganze überflüssige Krempel erst einmal weg ist, wirst du merken, dass du dich besser fühlst. Und vielleicht macht dir das auch Mut für den nächsten guten Vorsatz.

 

kleinere_Wohnung

6. Ziehe in eine kleinere Wohnung.

Wer nicht so viel besitzt, braucht auch nicht so viel Platz. So kannst du Mietkosten sparen oder dir endlich eine Wohnung in deiner Lieblingsstadt (oder auf dem Land) leisten. Oder du machst es wie ich und lebst komplett ohne eigene Wohnung und reist um die Welt. Ich habe seitdem viele tolle Abenteuer erlebt.

 

Genuss

7. Genieße dein Leben!

Das ist definitiv mein liebster guter Vorsatz. Genieße dein Leben jeden Tag so gut du kannst. Gehe auf Reisen, erlebe Abenteuer, entdecke die Welt und ihre Menschen, triff dich mit Freunden und Familie, entspann dich, gönn dir ein Nickerchen, schwimme im Meer, atme frische Bergluft oder leg dich auf eine Blumenwiese. Was auch immer dich glücklich macht: genieße es, so oft du kannst. Denke öfter mal an dich. Das ist nicht egoistisch, sondern wichtig für dein Selbstwertgefühl. Vielleicht möchtest du im nächsten Jahr auch deine Arbeitszeit reduzieren um mehr Zeit für deine eigenen Träume und Bedürfnisse zu haben? Dann lies mal meinen Artikel „Lebst du um zu arbeiten?

 

Handeln

8. Rede nicht nur, handle. Und sei verdammt nochmal ehrlich zu dir selbst.

Du hast dir sicher auch schon oft etwas vorgenommen und es dann nicht umgesetzt. Du hast gute Vorsätze oder konkrete Vorstellungen, was du verändern möchtest, aber trotzdem tust du es nicht. Das geht mir ganz genau so. Ich weiß, dass ich für meine Gesundheit mehr Sport treiben sollte, mir ist es wichtig möglichst wenig Müll zu produzieren und ich bin mir darüber bewusst, dass ich mehr Zeit in meine Selbstständigkeit investieren muss, wenn ich davon leben können möchte. All diese Dinge weiß ich nicht erst seit gestern. Und trotzdem hapert es an der Umsetzung. Und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, weiß ich auch woran das liegt. Ich bin häufig einfach zu faul und zu bequem. Es schmerzt, mir das einzugestehen, aber gleichzeitig puscht es mich, etwas daran zu ändern. Ich möchte mich nicht länger als „faul“ und „bequem“ bezeichnen müssen. Ich möchte voller stolz sagen können, dass ich „aktiv“ und „agil“ bin und etwas in der Welt verändere. Ich möchte nicht nur darüber reden. Überzeugungen zu haben ist ein erster guter Schritt. Sie umzusetzen ist aber das, was wirklich etwas verändert. Also sei gnadenlos ehrlich zu dir, statt dich weiterhin selbst zu belügen. Setze dich für deine Ziele und guten Vorsätze ein. Diese Aufgabe wird dir niemand abnehmen.

 

Gute Vorsätze wirklich umsetzen

Nimm dir Dinge vor, die wirklich etwas verändern. Nur dann wirst du einen Ansporn haben sie auch wirklich umzusetzen. Wenn deine guten Vorsätze einen Vorteil für dein eigenes Leben bringen, ein Problem lösen oder dabei helfen, die Welt ein Stück besser zu machen, siehst du am Ende des Jahres wirkliche Resultate und kannst stolz auf dich sein. Tue also etwas, das für dich persönlich, deine Umwelt oder deine Mitmenschen von hohem Wert ist. Vergiss die ganzen Vorsätze, die maximal die erste Januarwoche überstehen. Setze dir wirkliche Ziele und verändere die Welt.

Guten Rutsch ins neue Jahr!

Welche Vorsätze hast du für 2016?

 

*Dieser Link ist ein sogenannter Affiliate-Link, der dich auf eine von mir ausgewählte Seite (z.B. Amazon oder Skyscanner) führt. Wenn du dort etwas bestellst, nachdem du auf meinen Link geklickt hast, bekomme ich eine kleine Provision, die mir hilft, dieses Blog aufrecht zu erhalten. Es handelt sich hierbei um Produktempfehlungen, die ich auch geben würde, wenn ich keine Provision bekäme. 100% meine Meinung.

8 Comments

  1. Salut Silke

    Das sind wirklich gute Vorsätze, eine super Idee! Danke auch für das Verlinken.

    Grüsse
    Prosper

    • Silke

      21. Januar 2016 at 1:51

      Hi Prosper,
      freut mich, dass dir mein Artikel gefällt.
      Wer gute Texte schreibt, wird verlinkt 😉 Also ein dickes Dankeschön an dich.
      Liebe Grüße, Silke

  2. Lebe kleiner und zahle mehr. Bin gerade auf Wohnungssuche. Bleibe wahrscheinlich doch hier. Meine Wohnung ist einfach zu schön. Mitunter sind die kleinen Wohnungen teurer, Silke. Hab keine einzige gesehen, wo ich nicht eine Küche übernehmen müsste. Meine 3 Geräte sind jetzt so leicht, dass ich sie alle im Karton mit einem Kick an die richtige Stelle bewegen konnte. Da werde ich mir sicher keine Einbauküche aufschwätzen lassen wo ich alles putzen und pflegen muss und sowieso nicht brauche.

    • Silke

      21. Januar 2016 at 1:42

      Hallo Tanja,
      ich habe bisher immer weniger bezahlt, wenn die Wohnung kleiner wurde, aber vielleicht gibt es da auch regionale Unterschiede oder es hängt von der Größe der Wohnung ab.
      Ich finde es gut, wenn du in deiner Wohnung bleibst, weil du einfach keine schönere findest. Und das mit der Küche ist natürlich auch so eine Sache. Ich würde mich über eine Einbauküche freuen, wenn sie klein und praktisch wäre, da ich keinerlei Möbel oder Küchenutensilien mehr besitze.
      Die Wohnungssuche ist eben so unterschiedlich wie die Menschen, die auf der Suche sind.
      Ich finde es toll, dass du so lebst, wie es dir gefällt.
      Liebe Grüße, Silke

  3. Hallo Silke!

    Schöne Liste, vielen tolle Tipps, die ich bis auf einen schon seit längerer Zeit so umsetze.

    Nur in eine kleinere Wohnung ziehe ich nicht um, das hat aber ganz andere Gründe, da ich Kinder habe und die einfach ihren Platz brauchen.

    Ich wünsche Dir ein schönes neues Jahr!

    lg
    Maria

    • Silke

      3. Januar 2016 at 7:31

      Hallo Maria,
      da bist du aber schon fleißig unterwegs und mir, mal wieder, ein paar Schritte voraus. 😉
      Wenn ich Kinder hätte würde ich auch nicht in eine kleinere Wohnung ziehen. Es ging mir hier eher um Paare oder Alleinlebende, die auf über 100qm leben. Je mehr Platz einem zur Verfügung steht, desto schneller geht es auch, dass man neue Dinge kauft. „Kein Platz“ ist schließlich kein Argument. Verbringt man zudem auch noch viel Zeit in der Natur, ergibt es für mich einfach keinen Sinn so viel Geld und auch Energie in eine große Wohnung zu stecken. Zu viel Geld fließt in Heiz- und Stromkosten (mal ganz abgesehen von den benötigten Ressourcen) und zu viel Zeit und Arbeit in den Haushalt. Zeit und Geld, das besser investiert werden kann.
      Danke für deinen Kommentar und viel Freude im Jahr 2016!
      Lieben Gruß
      Silke

  4. Liebe Silke,

    eine tolle Liste an Vorsätzen hast du da zusammengestellt! Das kann ich alles so unterschreiben, und es sind auch die Punkte, um die ich mich im nächsten Jahr (noch verstärkter) kümmern möchte.

    Bei mir kommt zusätzlich noch hinzu, dass ich unser Familienleben und die Beziehung wieder richtig in den Griff bekommen will. Und damit haben wir gestern schon angefangen, zusammen mit der Hilfe einer Freundin, die Erfahrungen in dem Bereich hat :-) Wir haben schon nach dem ersten Termin gemerkt, wie es hilft, wenn man professionelle Unterstützung hat.

    Deine oben erwähnten Punkte wollen wir im nächsten Jahr umsetzen, allerdings eher nach und nach. Wenn man von einem Tag auf den nächsten anfängt, mehr Sport zu machen, sich gesünder zu ernähren, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, weniger gestresst zu sein etc., ist man leicht überfordert und setzt am Ende keines der Ziele richtig um. Deswegen haben wir uns überlegt, „Aktionsmonate“ einzuführen, in denen wir uns intensiver mit einem der Themen auseinandersetzen wollen und so auch Gewohnheiten über den einen Monat hinaus etablieren können. Wir starten im Januar erstmal mit der Entrümpelung der Wohnung, das ist dringend nötig. Später im Jahr versuchen wir dann, Plastik zu reduzieren oder ganz zu vermeiden, ich möchte außerdem einen veganen Monat ausprobieren, René dann entsprechend vegetarisch. Die Dokus, die du angesprochen hast, sind auch ein wichtiger Bestandteil unserer Aktionsmonate. Neulich habe ich schon die Doku Earthlings angefangen, aber noch nicht zu Ende geschaut. Die wird in dem jeweiligen Monat dann auch nochmal hervorgeholt :-)

    Viele liebe Grüße, einen guten Rutsch und ganz viel Erfolg bei der Umsetzung deiner Ziele! <3

    • Silke

      1. Januar 2016 at 3:28

      Hallo Christin,
      schön, dass dir meine Liste gefällt :-)
      Ich finde deine Idee mit den Aktionsmonaten total super! Ich glaub, das guck ich mir ab 😉 Der Januar soll bei mir für mehr Arbeitsroutine stehen.
      Ich wünsche dir und deiner Familie ein frohes neues Jahr und ganz viel Energie, um alles so in den Griff zu kriegen, wie ihr es haben möchtet. Toll, dass ihr euch Hilfe gesucht habt. Manchmal bringt es wirklich mehr, wenn ein Außenstehender die Situation „begutachtet“.
      Alles Gute für 2016!
      Silke

Schreib einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

*

© 2017 minimalisch.de

Theme by Anders NorenUp ↑