Den Kopf frei kriegen – nach dem Minimalisieren

Ein Herbstspaziergang

Ein Spaziergang ist die Perfekte Gelegenheit um den Kopf frei zu kriegen. Das ist als Minimalist besonders wichtig, da Minimalismus vor allem im Kopf stattfindet. Der Herbst mit all den bunten Blättern, die vor allem an sonnigen Tagen besonders schön leuchten, eignet sich besonders gut für ein paar Stunden an der frischen Luft. Vor allem jetzt, wo es noch nicht ganz so kalt ist. Meine Gedanken und Überlegungen meines letzten Herbstspaziergangs möchte ich hier mit dir teilen, da du vielleicht schon ähnliche Gedanken hattest oder auch manchmal einfach nicht weiter weißt. Dieser Text wird dir helfen den Kopf frei zu kriegen. 

Minimalismus im Kopf

Ständig denke ich darüber nach, was ich noch loswerden könnte und ob ich wirklich nur noch die Dinge besitze, die ich wirklich brauche. Ich frage mich ob das jetzt alles war oder wie es weitergehen soll. Minimalismus spielt also eine wichtige Rolle in meinem Kopf und in meinen Gedanken. Das liegt nicht zuletzt daran, dass dein Kopf als Minimalist immer und immer wieder gefordert wird. Du triffst jeden Tag Entscheidungen, die mit dem Minimalismus zu tun haben. Beim Einkaufen überlegst du welche Lebensmittel du brauchst und welche am nachhaltigsten sind, in der Fußgängerzone trotzt du den Rabatt-Aktionen und immer wieder stellst du dir selbst die Frage „Brauche ich das wirklich?“. Du bist darauf konditioniert deinen Konsum zu hinterfragen. Und das ist auch gut so. Trotzdem ist es enorm wichtig, dass du zwischendurch einfach einmal abschaltest. Also gehe einfach mal raus in die Natur und genieße den Augenblick. Am besten gehst du in einen Wald. Dort gibt es keinerlei Ablenkungen und keinerlei Versuchungen. Den Minimalismus kannst du dort komplett abschalten.

 

Wichtige Gedanken

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Waldweg am Bismarck-Turm

Fern von allem Trubel wirst du merken, was dich wirklich bedrückt und wo noch Baustellen sind, an denen du arbeiten musst. Mir kam im Wald der Gedanke, dass ich immer häufiger überlege, worüber ich dir im nächsten Beitrag etwas schreiben könnte, damit der Minimalismus auch dein Leben positiv beeinflusst. In letzter Zeit ist mir das immer schwerer gefallen. Daher kam auch zwischendurch einmal für etwas längere Zeit gar kein Artikel. Das tut mir leid, aber ich möchte auch keinen Artikel schreiben, nur weil es mal wieder Zeit wäre. Ich möchte dir etwas schreiben, das einen Wert für dich hat oder dich zumindest gut unterhält. Aber wie kann ich das Woche für Woche gewährleisten?

 

Minimalisieren?

Mein Problem ist ganz einfach, dass ich dir nicht mehr jede Woche schreiben kann, wie du am besten deinen Kleiderschrank ausmistest oder wo du all deinen überflüssigen Besitz loswerden kannst. Warum nicht? Weil ich das alles hinter mir habe. Ich habe nicht einmal mehr einen Kleiderschrank. Geschweige denn eine Wohnung… Ich habe nur noch ein paar Kisten im Keller meiner Mutter stehen. Ich werde die nächsten Monate durch die Welt reisen und dabei nur meinen Rucksack mit den allernötigsten Dingen dabei haben. Das Minimalisieren ist bei mir beendet. Sicher trenne ich mich zwischendurch noch von dem ein oder anderen Gegenstand, aber im Großen und Ganzen bin ich mit dem Thema Ausmisten und alles verkaufen, verschenken, spenden oder wegschmeißen durch.

Wenn du Fragen zum Ausmisten hast, und dir die bisherigen Artikel zu diesem Thema nicht so recht weitergeholfen haben, schreibe mir gerne eine Mail an info@minimalisch.de und ich helfe dir bei deinen akuten Problemen.

 

Was kommt nach dem Minimalisieren?

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Manchmal siehst du vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.

Wenn du dich von all den überflüssigen Dingen in deiner Wohnung (oder wo auch immer) getrennt hast, stehst du vielleicht erst einmal etwas blöd da und weißt nicht wohin mit dir. Das ging mir auch so. Minimalismus war für mich zwar schon immer mehr als nur das Ausmisten meiner Schränke, dennoch war irgendwie eine neue Stufe erreicht. Ich habe es also endlich geschafft mich von (nahezu) allem zu trennen, was ich in meinem Leben nicht für wichtig erachte. War das nicht mein Ziel? Ist das nicht auch dein Ziel? Nein. Mein Ziel war es freier und flexibler zu sein und mehr Geld für Abenteuer zu haben. Dieses Ziel habe ich erreicht. Und nun?

 

Das Leben beginnt. Jetzt.

Jetzt kann ich also loslegen. Um die Welt reisen. Und das mit dem Wissen, dass ich nur wenig zum Leben brauche. Ein großartiges Gefühl. Es geht nicht mehr um das Minimieren an sich. Es geht um das Leben als Minimalist. Was das für dich und für Minimalisch bedeutet? Ganz einfach: Mehr Abenteuerberichte. Mehr Input wie du dein Leben selbst in die Hand nimmst. Mehr spezifische Berichte über Kosten in anderen Ländern. Mehr Fokus auf unsere Umwelt und ihren Schutz. Mehr Minimalisch E-Books. E-books? Ja, richtig. Ich sitze gerade an meinem ersten eigenen E-Book. Der Fokus wird auf dem Sparen liegen, da dies ein wichtiger Punkt in meinem Leben ist, der mir diesen Lebensstil und all die Abenteuer ermöglicht. Wenn du zu den Ersten gehören willst, die mehr Infos zum E-Book bekommen, melde dich am besten direkt für den Newsletter an:

Mit einem Ziel vor Augen fällt der Weg viel leichter

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Bismarck-Turm Iserlohn

Ich habe also endlich wieder ein Ziel vor Augen. Und darauf bin ich auf einem simplen (aber wunderschönen) Herbstspaziergang gekommen. Auch dort hatte ich ein Ziel vor Augen. Ich wollte mit meinem Freund zu einem Turm im Wald, von dem man eine wunderbare Aussicht auf das Sauerland hat. Stecke dir Ziele und setze alles daran, sie zu erreichen. Wo willst du hin, wenn du kein Ziel vor Augen hast? Welchen Weg sollst du einschlagen? Bergauf? Bergab? Recht? Links? Oder doch geradeaus? Wenn ich auf unserem Herbstspaziergang nicht den Turm als Ziel gehabt hätte, hätten wir endlos durch den Wald irren können. An jeder Wegkreuzung hätten wir uns aufs Neue fragen müssen wo es lang geht. Das kostet Zeit und führt schnell zu Diskussionen und unnötigen Reibereien. Mit einem Ziel vor Augen kannst du klare Entscheidungen treffen und den richtigen Weg einschlagen.

 

Neuer Fokus

Pilz_Neuer_Fokus

Einer der vielen Pilze auf dem Herbstspaziergang.

Unterwegs konnte ich vom Alltag abschalten und mich einfach einmal auf völlig andere Dinge konzentrieren. Wenn du den Kopf frei kriegen möchtest, hilft dir der Fokus auf etwas ganz Banales. Zum Beispiel auf Pilze. Und davon gab es im Wald jede Menge. (Bilder findest du auf Instagram.) Durch die Konzentration auf die Pilze blieb in meinem Kopf kein Platz für unnütze Überlegungen und unliebsame Erinnerungen an unangenehme, unerledigte Aufgaben. Irgendwann hat mein Kopf die „Aufgabe“ Pilze zu suchen jedoch ganz nebenbei erledigt und dann war dort einfach nur Platz. Platz für neue Gedanken, die mich anspornen und mir dabei helfen werden, dir in Zukunft zu einem Leben nach deinen eigenen Vorstellungen zu verhelfen.

 

Fazit

Nach dem Minimalismus kommt also das wahre Leben. Die Freiheit. Der Fokus auf das Wesentliche. Kein Ausmisten mehr. Minimalismus findet vor allem im Kopf statt. Also hör auf darüber nachzudenken, was du als nächstes aussortierst, sondern gehe in den Wald und mache einen Spaziergang. Einfach mal den Kopf frei kriegen, das Leben neu Ordnen und das Leben genießen. Begleite mich weiter auf meinem Weg. Nicht auf dem Weg des Minimalisierens, aber auf dem Weg als Minimalistin.

Worüber möchtest du in Zukunft mehr erfahren? Wo liegt dein größtes Problem oder das größte Interesse?

12 Comments

  1. Chris Gsellmann

    15. Dezember 2015 at 23:47

    Hey Silke,

    danke für den schönen Artikel und gratuliere zum tollen Spaziergang :-)

    Wenn ich lese:

    „Wo willst du hin, wenn du kein Ziel vor Augen hast? Welchen Weg sollst du einschlagen? Bergauf? Bergab? Recht? Links? Oder doch geradeaus? Wenn ich auf unserem Herbstspaziergang nicht den Turm als Ziel gehabt hätte, hätten wir endlos durch den Wald irren können. An jeder Wegkreuzung hätten wir uns aufs Neue fragen müssen wo es lang geht. Das kostet Zeit und führt schnell zu Diskussionen und unnötigen Reibereien. Mit einem Ziel vor Augen kannst du klare Entscheidungen treffen und den richtigen Weg einschlagen.“

    frage ich mich:
    Brauche ich ein Ziel, um zu wissen, wo ich hingehe? Gibt es nur „Ziel + Orientierung“ und „Kein Ziel und Verwirrung“? Gibt es nicht auch „Kein Ziel und Orientierung“ – also kann ich nicht meinen inneren Kompass verwenden, ohne mich an irgendwelchen Zielen anzuhalten?

    Ich frage das, weil ich es selbst kenne, Ziele zu haben. Jetzt, nach viel Erfahrung und Veränderung kenne ich es auch, keine (oder weniger) Ziele zu haben. Ich fühle mich hier, mit wenigen Zielen, sehr viel stabiler und trotzdem nicht orientierungslos.

    Freu mich über deine Meinung!

    Best wishes,
    Chris von chrisgsellmann.at

    • Silke

      16. Dezember 2015 at 7:57

      Hallo Chris,
      vielen Dank für deine Denkanstöße. Natürlich hast du recht und man sollte nicht sein ganzes Leben verplanen und sich für alles Ziele stecken. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es wichtig ist, zumindest ein paar wenige übergeordnete Ziele zu haben. Als Wegweiser, der dir auf dem Weg zu deinem Ziel hilft. Nicht als Ziel mit vorbestimmtem Weg, wodurch du dich selbst einengst.
      „Ziel und Verwirrung“ gibt es vor allem dann, wenn du nicht weißt, wie du dein Ziel erreichen sollst. Dann hilft es oft, auf sein Herz und sein Bauchgefühl zu hören und sich treiben zu lassen. Ein Ziel hast du dann aber trotzdem noch 😉
      Ich wünsche dir noch viel Erfolg, mit und ohne viele Ziele.
      Lieben Gruß,
      Silke

  2. Hi,

    also ich kann deinen Text sehr gut nachvollziehen. Allerdings bekomme ich meinen Kopf beim Sport frei und habe da nur ein Ziel: anzukommen. 😉

    Ich befasse mich auch schon seit einiger Zeit mit dem Thema Minimalismus und finde das es da ganz unterschiedliche Sichtweisen gibt. Aber letzen Endes geht es darum sich auf das Wesentliche (was das auch immer sein mag) zu konzentrieren. Is ja nix neues. 😉

    Gruß

    • Silke

      23. November 2015 at 12:42

      Schön, dass du das ein wenig nachvollziehen kannst. Sport ist natürlich auch eine super Möglichkeit zum Abschalten.
      Die unterschiedlichen Sichtweisen des Minimalismus werden immer wieder deutlich. Wie auch in meinem ersten und zweiten Artikel mit Zitaten von anderen Minimalisten.
      Ich wünsche dir noch viel Erfolg bei der Konzentration auf das Wesentliche und auch dabei herauszufinden, was genau das für dich ist.
      Liebe Grüße,
      Silke

  3. Versteh ich gut, habe aber das Gefühl dass vom ersten Gedanken bis zur Umsetzung ein paar Monate ins Land gehen. Aber es geht voran. Das ausmisten fällt zunehmend leichter. Morgen früh geht erstmal die nächste Ladung zur Entsorgung.

    lg
    Shahab und gute Reise passt gut auf euch auf

    • Silke

      5. November 2015 at 12:32

      Hallo Shahab,
      klar, es braucht Zeit, bis man mit allem fertig ist. Bei mir ging das auch nicht von heute auf morgen. Aber du schaffst das :-)
      Es freut mich, dass dir das Ausmisten inzwischen leichter fällt.
      Viel Erfolg weiterhin und danke für die guten Wünsche für unsere Reise.
      Liebe Grüße,
      Silke

  4. Liebe Silke,

    vielen Dank für Deine Gedanken.

    Immer wieder geht MIR dabei durch den Kopf und durch meine Leben, dass Minimalismus für mich auch und insbesondere etwas mit Selbstbegrenzung zu tun hat. Ich entscheide jeden Tag, was ich „konsumiere“ und wirklich „brauche“. Ich lebe von den „Resten“ meines Konsumlebens. Und das ist noch sehr viel … 😉
    Aus ökologischen und umweltschonenden Gründen habe ich mich nicht materiell entsorgt.

    In Wahrheit kann nur mein gesamter Lebensstil in der Summe minimalistisch sein. Unsere Multioptionsgesellschaft baut UNS zum Trägermedium paralleler Identitäten, Lebensführungen und sozialer Praktiken auf. Da bin ich mittlerweile sehr achtsam und aufmerksam geworden. Denn nur die Gesamtheit meiner ökologischen Wirkungen aller meiner ausgeübten Aktivitäten lässt Rückschlüsse auf mein minimalistische Leben zu. Und mein Fokus auf die Umwelt. Und ihren Schutz.

    Liebe Grüße
    Astrid von
    http://www.rawrebel.de

    • Silke

      5. November 2015 at 12:21

      Hallo Astrid,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe auch noch einige Dinge in meinem Besitz, die ich behalte, weil ich weiß, dass sie irgendwann ein anderes Teil ersetzen, wenn es kaputt geht. So etwas wegzuschmeißen macht für mich (und für unsere Umwelt) keinen Sinn.
      Ich finde es super, wie konsequent du in deinem Handeln bist. Davon bin ich leider noch ein paar Schritte entfernt, aber ich denke, dass jeder Schritt, den wir auf unsere Umwelt zugehen, ein guter Schritt ist.
      Liebe Grüße,
      Silke

  5. Am besten finde ich den Satz nicht mehr Minimalisieren sondern leben als Minimalist.

    lg
    Maria

    • Silke

      18. Oktober 2015 at 10:48

      Hallo Maria,
      das freut mich :-)
      Ich bin auch total happy, dass ich nicht weiter Minimalisieren „muss“, sondern endlich mit so wenig Besitz leben kann.
      Liebe Grüße,
      Silke

  6. Hi,

    Abenteuerberichte sind doch ganz was tolles und lesenswertes (also aus meiner Perspektive). Besonders interessant wäre auch ein Bericht darüber wie das nun praktisch funktioniert sein Leben in ein Auto gepackt zu haben – vermisst du/ihr etwas aus dem „alten“ Leben, wie begegnen euch die Menschen wenn sie eure Geschichte hören, Was fällt dir/euch auf wenn ich auf der Durchreise seid/länger an einem Ort verweilt. Da gibt es sicher genug, auch minimalistisch relevante Dinge. Vielleicht fallen dir/euch auch Dinge auf die gewisse Leute oder Geschäfte (in Ländern, Gegenden etc.) besonders gut machen – aus minimalistischer Sicht wo wir hier uns in D/A noch eine Scheibe abschneiden könnten. etc etc.

    So mal als Idee :)

    LG
    Mina

    • Silke

      15. Oktober 2015 at 9:00

      Hallo Mina,
      es freut mich, dass du dich auf die Abenteuerberichte freust und mir sooooo viele tolle Ideen geliefert hast. Einige davon werden ich leider erst einmal nicht umsetzen können, da wir nicht mehr im Wohnmobil leben (mehr dazu in einem der nächsten Beitrage-im Newsletter hatte ich schon berichtet). Aber ich habe in Spanien natürlich einige Erfahrungen gesammelt, von denen ich auch gerne im Nachhinein noch berichten werde. Relevant sind diese Dinge natürlich fast alle für den Minimalismus. Ich wollte auch nur klarstellen, dass du hier keine weiteren Berichte finden wirst, in denen ich dir erkläre wie du dein Zeug los wirst. Minimalismus bleibt natürlich auch weiterhin das Hauptthema des Blogs! :-)
      Vielen Dank und ganz liebe Grüße
      Silke

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